Schlittschuhe

In Frankreich grub man Anfang des 20. Jahrhunderts etwa 60 cm lange Mittelhandknochen von Rindern aus. Seitliche Teile dieser Knochen waren abgeschliffen, deshalb vermutet man, dass sie als Schlittschuhe dienten. Ihr

Alter schätzte man auf etwa 20.000 Jahre.

Älteste Funde, die sich mit größerer Sicherheit als Schlittschuhe identifizieren lassen, datieren etwa aus der Zeit von 3000 v. Ch. Sie waren aus Unterschenkelknochen verschiedener Tiere gefertigt. Pferde-, Rinder- oder Rentierknochen wurden gespalten, flachgeschliffen, durchbohrt und an den Sandalen befestigt. Mit einem Speer oder mit zwei zugespitzten Stöcken stemmte man sich ins Eis und erzielte so beachtliche Geschwindigkeiten. Solche „Schlittschuhe“ wurden in wieder entdeckten Seebauten beispielsweise in der Schweiz gefunden, jedoch fast in allen europäischen Regionen benutzt.

In Mitteleuropa dienten zunächst vor allem Schweinefußknochen, die mit Lederriemen an den Füßen befestigt wurden, als Gleithilfen auf dem Eis. Die dafür verwendeten Knochen des Schweins erhielten davon die Bezeichnung „Eisbein“.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Schlittschuh mittels einer Schraube im Absatz befestigt. Es bewährten sich auch die Befestigung mittels Schrauben an der Seite der Sohle und des Absatzes von A. Stotz in Stuttgart und die „Halifaxsche Verbesserung“, welche einen Spannhebel benutzte. Diese Schlittschuhe hielten so fest wie die Sohle selbst, ohne den Fuß zu drücken.

Diese Kufen wurden noch bis in die 1950er Jahre benutzt.

1865 erstellte der amerikanische Eiskunstläufer Jackson Haines Ganzmetall-Schlittschuhe, die direkt mit der Schuhsohle verbunden waren. Dies kann als die weitestgehende Neuerung angesehen werden.

Ein paar Jahre später begann der schwedische Eiskunstläufer und 10-fache Weltmeister Ulrich Salchow Schlittschuhe mit Zähnen zu benutzen, die kräftige Abstöße zum Laufen und Springen ermöglichten.

Schlittschuhe Roces

Die traditionsreiche italienische Firma Roces stellt neben Schlittschuhen hochwertige Rollschuhe und Inlineskates her, die auf internationalen Meisterschaften ihre qualitativ hochwertige Verarbeitung aus dementsprechenden Materialien unter Beweis stellen.

Die Firma hat ebenfalls Sportschuhe und Skistiefel in ihrer Produktpalette. Das frühere Familienunternehmen hat in den letzten Jahren im internationalen Markt expandiert. Die Produkte und Schlittschuhe von Roces werden in alle Welt exportiert. Eishockeyspieler, Eiskunstläufer und Amateurläufer profitieren von der Technik, die sich speziell in den professionellen Schlittschuhen von Roces niederschlägt. Besonders Schlittschuhe für Kinder erfreuen sich durch die gebotene Sicherheit über verstärkte Nachfrage, da Roces in Bezug auf guten Sitz und Qualität ein gutes Preis-Leistungsverhältnis offeriert. Die Materialien bestehen grundsätzlich aus hochwertigem, wasserabweisendem Nylon und Leder.

Der Roces T-Ice Jr. H-Lace Schlittschuh ist ein völlig neuartiger Schlittschuh mit Schale und Schaft aus Nylon, der sich per Strap und Memory-Schnalle mit Mirko-Justierung schließen lässt. Das besondere an diesem Schlittschuh ist jedoch das “Growth Compensator” System. Dieses sorgt dafür, dass mittels einem rückseitig angebrachten Hebel die Länge von Schaft und Schale in 2-mm-Schritten verändert werden kann. Dadurch können so gut 4 Größen abgedeckt Die Kufen aus Metall und Karbon eignen sich hervorragend zum Einkunstlaufen. Das moderne Design der neuartigen Schlittschuhe ist dabei typisch italienisch und besticht durch besonders schöne Formen.

Ideale Eishockeyschlittschuhe für Jungen und Mädchen von Roces Cyclone in den mit herausnehmbaren Innenschuhen sind robust und bequem und aus strapazierfähigem Kunststoff gefertigt. Die weichen Innenschuhe bieten Kindern einen sicheren und komfortablen Sitz. Die leichtgängige Schnürung durch Metallringe und 4 Kunststoffhaken pro Schuh erleichtern das Anziehen der Schuhe ungemein.

Da macht das Eishockey spielen gleich doppelt so viel Spaß!

Schlittschuhe für Erwachsene

Je nachdem wie viel der Hobby Eiskunstläufer für Schlittschuhe ausgeben möchte, hat er die Wahl zwischen preiswerten Modellen, die bereits für 20 Euro zu haben sind und Markenmodellen für 120 Euro. Schlittschuhe für Erwachsene gibt es sowohl in Kunstleder als auch in aufwändig verarbeitetem Rinderleder. Die günstigen Varianten aus Kunstleder können sicherlich Anforderungen genügen, die einen dauerhaften Gebrauch der Schlittschuhe nicht voraussetzen. Möchte man seinem Hobby allerdings öfter als nur zweimal in der Wintersaison nachgehen, sollte man schon tiefer in die Tasche greifen. Schlittschuhe für Erwachsene haben natürlich den Vorteil, dass sie nur einmal angeschafft werden müssen. Deswegen wäre es ratsam, einmal in richtige Schlittschuhe zu investieren, die über eine gute Qualität verfügen, als billige Schlittschuhe nach dreimaligem Tragen direkt wieder zu entsorgen. Wer sich gute Markenschlittschuhe für an die 80 bis 100 Euro anschafft, kommt immer noch günstiger dabei weg, denn Qualitätsschlittschuhe mit guter Verarbeitung halten auch bei dauerhaftem Einsatz zehn bis fünfzehn Jahre.

Schlittschuhe für Erwachsene gibt es natürlich auch in mittleren Preisklassen. Hier sollte man vergleichen. Nicht zu empfehlen wäre das Bestellen im Internet oder das Ersteigern bei Ebay. Zwar werden auch hier hochwertige Markenschlittschuhe versteigert, die allerdings bereits schon getragen sind, das heißt, bereits vorgeformt. Da auch bei Amateuren die Schlittschuhe – durch den Sport bedingt – höheren Anforderungen ausgesetzt sind als Straßenschuhe, sollte man Schlittschuhe beim Händler anprobieren, denn sie sollten weder zu fest noch zu locker sitzen. Schlittschuhe für den Normalgebrauch haben in etwa den gleichen Schnitt wie Schuhe für den Eiskunstlauf. Der Schaft geht bis weit über die Knöchel, ebenso die Schnürung, um einen festen Sitz zu gewährleisten, denn plötzliches Umknicken kann zu schmerzhaften Bänderdehnungen führen.

Schlittschuhe Eishockey

Eishockey-Schlittschuhe haben bis über das Fußgelenk reichende angearbeitete Schnürstiefel aus festem Leder mit zusätzlichem Fersen- bzw. Achillessehnen-Schutz und etwa 5 mm dicke Stahlkufen mit Hohlschliff in Querrichtung und einer leichten Kurvung in Längsrichtung.
Im Gegensatz zum rückseitigen Abstoßen beim Kunstlauf stößt man sich beim Eishockey und Eisschnelllaufen mit den Schlittschuhen auf gerader Strecke mit den Beinen schräg nach hinten ab, wobei die Kufe in ganzer Länge mit der Eisfläche in Kontakt bleibt. Obwohl die langen
Kufen den Geradeauslauf stabilisieren sollen, führt gerade die damit erzwungene Abstoßtechnik zu einem weit ausgeprägteren Zickzack-Kurs. Dennoch wird damit die größtmögliche Geschwindigkeit auf dem Eis erreicht.
Zum Beispiel stellen die bekannten Firmen Rocer und Nike-Bauer sowohl Eishockey Schuhe für Profis als auch für Amateure her. Die neuesten Materialien aus Nylon und Hartschale garantieren einen sicheren und festen Sitz.
Durch ihren sportlichen Look unterscheiden sich Eishockeyschuhe von den normalen Schlittschuhen für Eiskunstläufer oder die, die es einmal werden wollen. Der nach vorne geneigte Schaft und die kurzen Kufen machen den Schuh schnell und wendig.
Softbootschuhe mit Schnallensystem mit weichem Innenschuh ermöglichen ein bequemes Fahrvergnügen, wogegen die Außenschale aus Hartplastik für stabilen Halt sorgen.
Kinderfreundliche Eishockeyschuhe gibt es in verstellbaren Größen meist von 30-33, 34-37 und 38-41. Durch ein mehrstufiges Verstellsystem halten Eishockeyschuhe für Kinder und Jugendliche durchaus ein paar Jahre. Der optimale Schutz gegen Umknicken bieten auf jeden Fall Hartplastikschuhe. Hohe Seitenverkleidungen schützen den Knöchel bei Stürzen und herausnehmbare Innenschuhe können zum Trocknen entfernt werden
Die Verschlusschnallen ermöglichen im Gegensatz zur Schnürtechnik bei machen Modellen ein schnelles An- und Ausziehen.

Schlittschuhe einlaufen

Wer bereits ein paar Mal neue Schlittschuhe eingelaufen hat, weiß, wie schmerzhaft diese Prozedur sein kann. Beim Kauf und bei der Anprobe sitzt noch alles perfekt aber wenn es dann auf dem Eis so richtig zur Sache geht, ist die schmerzvolle Zeit der Blasen und Abschürfungen gekommen. Anfänger sollten auf jeden Fall eine mehrwöchige Phase es Einlaufens gefasst machen. Insbesondere Profis im Bereich Eiskunstlauf und Eishockey aber auch Eisschnellläufer sollten ihre Schuhe einlaufen bevor es zu den Wettkämpfen kommt. Das zu Beginn harte Leder wird erst weich, wenn man die Schlittschuhe in kurzen Zeitabständen hintereinander einläuft. Erst wenn das Material weich ist, ist der Sitz komfortabel und passt sich dem Fuß wie eine zweite Haut an.

Profis bereiten sich intensiv auf die jeweils kommende Saison vor. Damit die Sprünge und Pirouetten gut funktionieren, müssen vor allem Schlittschuhe gut sitzen. Voraussetzung dafür ist immer das leider mühsame und schmerzhafte Einlaufen.

 

 

Schlittschuhe einlaufen

 

 

Wer sich wappnen will, sollte sich im Vorfeld mit ausreichend Gelpflaster gegen Blasen eindecken und bereits vorsorglich Druckpflaster an alle potentielle Stellen anbringen, die durch das Tragen neuer Schuhe besonders gefährdet sind.

Wunde Druckstellen und offene Blasen kann man während einer Meisterschaft wirklich nicht gebrauchen. Deswegen sollten schon früh mit dem Einlaufen der Schlittschuhe begonnen werden und nicht auf den letzten Drücker. Mädchen und junge Frauen, die sich in den letzten Tagen vor der Kur besonders intensiv um ihre Sprungtechnik kümmern müssen, können sich nicht auch noch mit zusätzlichen Schmerzen herumplagen. Für ein gutes Gelingen in weichen Schuhen ist es daher ratsam, bereits fünf bis sechs Wochen vor dem Stichtag die Schlittschuhe eingelaufen zu haben. Manche Profis verbrauchen pro Saison sogar drei bis vier Paar Schuhe, da sie durch intensives Training zu weich werden. Dann heißt es, das Martyrium ein paar mal mehr zu ertragen!

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