Eiskunstlauf Schlittschuhe

Vergleicht man Schlittschuhe für den Eiskunstlauf mit Eishockey-Schlittschuhen oder Eisschnelllaufschlittschuhen fällt auf, dass sie sehr viel eleganter geschnitten sind. Während Schlittschuhe, die für die schnelles Laufen und blitzschnelle Wendungen gefertigt sind, wesentlich flachere Absätze haben, so ist ein erhöhter Absatz beim Eiskunstlauf die Regel. Sogar die Herrenschuhe haben einen höheren Absatz.

Schlittschuhe für den Eiskunstlauf haben bis zu den Waden hochgeschlossene Schnürstiefel mit ca. 3-4 mm dicken Stahlkufen mit Hohlschliff in Querrichtung und einer leichten Kurvung in Längsrichtung. An der vorderen Spitze befinden sich gezackte Ränder zum Abspringen der Sprünge, Drehen der Pirouetten ohne Kantenwechsel und Ausführen bestimmter Schritte.

Bis zur Entwicklung der ersten Kufen aus Knochen in der menschlichen Frühgeschichte bis zu den heutigen modernen Schlittschuhen für den Eiskunstlauf war es ein langer Weg.

Wann und wie es dem Menschen eingefallen ist, eine schnelle und einfache Bewegung auf der gefrorenen Eisfläche auszunützen, weiß man nicht. Erwähnungen dafür gibt es nicht. Vielleicht war es bei der Jagd. Jagdbeute bedeutete nicht nur Fell und Fleisch, sondern auch Knochen, die man dann zur Anfertigung verschiedener Instrumente benutzte. Wahrscheinlich waren sie auch beim ersten Gleitversuch zur Hand.

Schlittschuhe aus Tierknochen waren in Russland, Skandinavien, Großbritannien, Deutschland, der Schweiz und anderenorts zu finden. Ureinwohner Sibiriens liefen auf Walrosszähnen, in China verwendete man Bambusruten.

Als der Eiskunstlauf aufkam, gab es noch keine professionellen Hersteller, die sich in punkto Sicherheit und Umsetzen der Sprünge Gedanke über Form und Kufenbeschaffenheit Gedanken gemacht hatten. Die entscheidenden guten Ideen kamen von den Eiskunstläufern selbst. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die entscheidenden Weichen zu den modern ausgestatteten Schlittschuhen für Eiskunstlauf heute gestellt.

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