Schlittschuhe einlaufen
Wer bereits ein paar Mal neue Schlittschuhe eingelaufen hat, weiß, wie schmerzhaft diese Prozedur sein kann. Beim Kauf und bei der Anprobe sitzt noch alles perfekt aber wenn es dann auf dem Eis so richtig zur Sache geht, ist die schmerzvolle Zeit der Blasen und Abschürfungen gekommen. Anfänger sollten auf jeden Fall eine mehrwöchige Phase es Einlaufens gefasst machen. Insbesondere Profis im Bereich Eiskunstlauf und Eishockey aber auch Eisschnellläufer sollten ihre Schuhe einlaufen bevor es zu den Wettkämpfen kommt. Das zu Beginn harte Leder wird erst weich, wenn man die Schlittschuhe in kurzen Zeitabständen hintereinander einläuft. Erst wenn das Material weich ist, ist der Sitz komfortabel und passt sich dem Fuß wie eine zweite Haut an.
Profis bereiten sich intensiv auf die jeweils kommende Saison vor. Damit die Sprünge und Pirouetten gut funktionieren, müssen vor allem Schlittschuhe gut sitzen. Voraussetzung dafür ist immer das leider mühsame und schmerzhafte Einlaufen.

Wer sich wappnen will, sollte sich im Vorfeld mit ausreichend Gelpflaster gegen Blasen eindecken und bereits vorsorglich Druckpflaster an alle potentielle Stellen anbringen, die durch das Tragen neuer Schuhe besonders gefährdet sind.
Wunde Druckstellen und offene Blasen kann man während einer Meisterschaft wirklich nicht gebrauchen. Deswegen sollten schon früh mit dem Einlaufen der Schlittschuhe begonnen werden und nicht auf den letzten Drücker. Mädchen und junge Frauen, die sich in den letzten Tagen vor der Kur besonders intensiv um ihre Sprungtechnik kümmern müssen, können sich nicht auch noch mit zusätzlichen Schmerzen herumplagen. Für ein gutes Gelingen in weichen Schuhen ist es daher ratsam, bereits fünf bis sechs Wochen vor dem Stichtag die Schlittschuhe eingelaufen zu haben. Manche Profis verbrauchen pro Saison sogar drei bis vier Paar Schuhe, da sie durch intensives Training zu weich werden. Dann heißt es, das Martyrium ein paar mal mehr zu ertragen!